Großflecken in Neumünster - eine unendliche Geschichte!
Der Großflecken war nach der Umgestaltung des Architekten Dieter Rogalla Anfang der 90er Jahre kaum eröffnet, da gab es schon erste Kritik am groben, unverputzten Kopfsteinpflaster. Behinderte im Rollstuhl, Eltern mit Kinderwagen oder Fahrradfahrer hatten immer wieder Probleme den Platz unbeschadet zu überqueren. Vielleicht hätte die Stadt Neumünster schon damals handeln müssen, denn ein öffentlicher Platz, der solche Risiken beinhaltet, kann nicht akzeptiert werden. Man hätte den Architekten beispielsweise auffordern können, sein „Kunstwerk“ so nachzuarbeiten, daß diese Probleme behoben werden und zwar auf Kosten des Herrn Rogalla! Vermutlich hat man in der Bauverwaltung damals geschlafen und die Entwürfe des einstigen Stararchitekten einfach so hingenommen.

Derzeit sorgen Schriftwechsel zwischen der Stadt Neumünster und Rogalla für Aufregung. In diesen Schriftwechseln lehnt der Architekt den von der Ratsversammlung beschlossenen Radweg in Signalfarbe ab und verlangt sogar Mitspracherecht bei Kleinigkeiten wie Pollern, Bänken, Abfallbehälter, Sonnenschirmen und Blumenkübeln inklusive Bepflanzung. Zu allem Überfluß hält er sogar noch die Hand auf und schickt der Stadt eine „Honorarrechnung für bisher erbrachte Beratungen und Planungsvorgaben“.

Auf der Ratssitzung am 15. Dezember sorgte dieser Sachverhalt für längere Diskussionen. SPD und Grüne möchten erneut vor dem Architekten einknicken und stellten einen Änderungsantrag, in dem der Radweg, wie vom Architekten gefordert, nicht mehr in Signalfarbe gebaut werden soll. Dieses Hin und Her ist einfach nur noch lächerlich. Deutliche Worte fand der NPD-Fraktionsvorsitzende Mark Proch. Er stellte klar, daß die NPD-Fraktion nicht länger bereit ist, weitere Zugeständnisse zu machen. Die Bürger schlagen beim Thema Großflecken längst die Hände über den Kopf zusammen und haben kein Verständnis mehr für das Verhalten der Stadt und der etablierten Ratsfraktionen. Nach Auffassung der NPD sollte der Radweg genau so gebaut werden, wie es beschlossen wurde, nämlich in Signalfarbe! Mit Blick auf ein mögliches Urheberrecht des Architekten Rogalla, zitierte er erneut den damaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden Döring, der bereits vor über 5 Jahren das Urheberrecht kritisch betrachtete und sich von dem Architekten „nicht mehr gängeln lassen“ wollte. Außerdem betonte Mark Proch noch einmal deutlich, daß die NPD-Fraktion bereits vor 2 Jahren eine rechtliche Prüfung forderte, die jedoch von allen anderen Fraktionen seinerzeit abgelehnt wurde.

Diese Sätze haben es auf den Punkt gebracht. Besonders das Zitat des ehemaligen SPD-Fraktionsvorsitzenden löste schockartig bestürzte Blicke aus, nicht nur bei den eigenen Genossen der SPD, denn es ist ein Beleg für die langjährige Untätigkeit der etablierten Fraktionen.

Man dreht sich im Kreis und steht jetzt da, wo man bereits vor vielen Jahren stand. Und es ist kein Ende abzusehen, da die Mehrheit der Ratsmitglieder nach wie vor nicht bereit ist, sich ihren Wählern zuliebe auf eine sinnvolle Lösung zu einigen. Man möchte offenbar lieber weiter zum Thema Großflecken streiten, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bürger dieser Stadt - denn der Änderungsantrag wurde tatsächlich vertagt.

So kann mit dem Bau wieder einmal nicht begonnen werden...









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Mark Proch am Infostand

Corona: Irrsinn am Fließband
Meine letzte Stellungnahme für unseren Landesverband S-H zur Covid-Problematik war am 20. Januar 2021. In dem Beitrag wurden u.a. die vielen Pannen der Bundesregierung bei der Bereit­stellung des Impfstoffes und den schleppenden, finanziellen Ent­schädi­gungen für Unter­nehmer und Gewerbe­treibenden behandelt. Am Ende des Artikels schrieb ich: Wir werden sehen, wohin uns die Reise unserer Regierung bringen wird. Unter­schätzen sollte man diese nicht, denn sie ist im Besitz der Deutungs­hoheit und der Macht.
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