Landtag spricht sich für leichteren Familiennachzug aus!

 

Wenn man es nicht genau wüsste, könnte man meinen, unser Land wird nicht von einer CDU-geführten Koalition regiert, sondern von einer multikulturellen rot-rot-grünen Landesregierung. Deutliche Unterschiede zwischen der ehemals konservativen CDU und den Grünen sind kaum mehr vorhanden. So ist es nicht verwunderlich, daß die sogenannte „Jamaika-Koalition“ im Landtag einen Antrag auf erleichterten Familiennachzug für Flüchtlinge stellte und auch die Oppositionsparteien, mit Ausnahme der AfD, freudig zustimmten. Vergessen scheinen die markigen Worte im Landtagswahlkampf, als die CDU von konsequenter Abschiebung faselte. Jetzt macht man gerade bei einem zentralen Wahlkampfthema wie der Flüchtlingspolitik Zugeständnisse, um den Koalitionspartner zufriedenzustellen und damit die eigene Machtposition zu sichern.

Laut einem Bericht der „Bild“ wird auch ohne einen erleichterten Familiennachzug mit einer starken Zunahme gerechnet. Aus den Asylentscheidungen der Jahre 2015 und 2016 ergibt sich ein Potenzial von 267.500 Syrern, die berechtigt wären, Familienangehörige nachzuholen. Ab März 2018 erhöht sich diese Zahl nochmal auf bis zu 390.000 Personen. Wenn eine Familien vorsichtig gerechnet aus 3 bis 4 Personen besteht, ergibt sich ein Zuzug von 1,2 bis 1,6 Millionen neuen Flüchtlinge. Wer diese Zahlen kennt und trotzdem einen erleichterten Familiennachzug fördert und damit noch mehr Flüchtlinge im Rahmen des Familiennachzugs ins Land holen möchte, verfolgt Ziele, die einen erheblichen finanziellen und sozialen Schaden verursachen werden.

Aus Sicht der Nationaldemokraten ist es in der derzeitigen Situation ohnehin nicht zielführend, den Familiennachzug zu fördern. Der Bürgerkrieg in Syrien ist vorbei und Teile Syriens liegen in Trümmern. Der Internationale Währungsfond (IWF) veranschlagt die Kosten für den Wiederaufbau in einer Studie auf 100 bis 200 Milliarden US-Dollar und spricht von einer „monumentalen Herausforderung“. Es wird also nicht nur jede helfende Hand sondern auch hohe finanzielle Unterstützung beim Wiederaufbau benötigt. Unter diesem Gesichtspunkt ist es doch geradezu absurd weitere Menschen unter dem Vorwand des Familiennachzuges nach Deutschland zu locken, um sie hier mit deutschen Steuergeldern zu unterstützen. Sinnvoller wäre es, finanzielle Anreize für eine Rückkehr anzubieten, damit die überwiegend jungen und kräftigen Männer in Ihrer Heimat tatkräftig anpacken, anstatt die Warteräume in unseren Sozialämtern zu bevölkern.

Familienzusammenführung ja, aber bitte in der Heimat und nicht hier.

  

 


 

Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 05.10.2017

 




zurück