Nein zur Flexibilisierung der Sonntagöffnungszeiten

 

 

Der Koalitionsvertrag der „Jamaika-Koalition“ ist eine Ansammlung von Forderungen, die keine klare Linie erkennen lassen. Um es den Grünen recht zu machen, wird im Koalitionsvertrag weiterhin von „humanitärer Flüchtlingspolitik gefaselt und auch für die FDP gibt es einige wirtschaftsliberale Absurditäten, die zumindest den Grünen so gar nicht schmecken dürften. Doch zum eigenen Machterhalt ist man bereit so einige Kröten zu schlucken. Ein Beispiel:

Die Grünen haben sich noch im Wahlkampf gegen eine weitere Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten ausgesprochen und auch die CDU, als vermeintlich christliche Partei, stellte sich in der Vergangenheit oft schützend vor die Kirchen, wenn diese sich gegen eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten aussprachen. Trotzdem fand man im Koalitionsvertrag, vermutlich auf Drängen der FDP folgende Aussage: „Wir werden mit den Akteuren (Kirchen, Gewerkschaften, Verbänden und Kammern) die Frage der weiteren Flexibilisierung der Sonntagsöffnungszeiten erörtern.“

Die weitere Flexibilisierung der Sonntagsöffnungszeiten besiegelt die 24-Stunden-Gesellschaft nach amerikanischem Vorbild. Was für den einzelnen Kunden bequem zu sein scheint, wird sich für die Masse der Menschen schon sehr bald ins Gegenteil verkehren. Zum Einkaufen braucht man Geld, egal ob in der Woche oder sonntags. Und Geld haben viele Deutsche schon heute zu wenig. Bei der Bäderregelung möchte man vorrangig Touristen die Möglichkeit einräumen, auch am Sonntag einkaufen zu gehen. Doch kommen nicht gerade Urlauber in das nördlichste Bundesland, um unter anderem dem Konsumterror des Alltags zu entfliehen? Sind wir wirklich nur noch „Konsumenten“, für die der Materialismus im Mittelpunkt steht, oder gibt es andere Werte, für die es sich zu kämpfen lohnt?

Letztlich muß natürlich jeder für sich selbst die Frage beantworten, ob das bisschen mehr an Einkaufsbequemlichkeit die Folgen aufwiegt, die durch eine weitere Ausdehnung der Sonntagsöffnungszeiten entstehen. „In der Ruhe liegt die Kraft“, weiß der Volksmund. Was aber passiert mit uns, wenn uns die 24-Stunden-Gesellschaft nicht mehr zur Ruhe kommen läßt?


Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 14.08.2017

 




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