„Leichte Sprache“ zerstört unsere Kultur und Identität!

 

Wer einige Wochen vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein die Wahlbenachrichtigung in den Händen hielt, dem dürfte, zumindest wenn er ansatzweise die deutsche Sprache beherrscht, nicht entgangen sein, daß dieses Schriftstück erstmalig in sogenannter „Leichte Sprache“ verfaßt wurde. Ziel dieser Maßnahme sollte es sein, die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Dazu hatten die Landtagsfraktionen bereits im Oktober 2015 ein „10-Punkte-Papier zur Erhöhung der Wahlbeteiligung“ verabschiedet.

Doch was ist eigentlich „Leichte Sprache“? Sie wurde vom Netzwerk „Leichte Sprache“ entwickelt und ist im Wesentlichen durch einen Katalog von Verboten charakterisiert. Nicht erlaubt sind unter anderem Nebensätze, zusammengesetzte Hauptwörter, Passivkonstruktionen, Zeitenfolgen, Jahreszahlen, Metaphern, der Konjunktiv und der Genitiv. Es ist erschreckend, wie hier versucht wird unsere Sprache zu zerstören. Es gibt weder den „Land-Tag“ noch die „Voll-Macht“ oder „Post-Leit-Zahl“. In der "Wahl-Benachrichtigung" zur Wahl zum 19. „Land-Tag“ finden sich samt Beiblatt 73 Bindestriche, die dort nach den Regeln der deutschen Sprache nicht hingehören.

Bei der Landtagswahl dürfen erstmals auch 16 Jährige ihre Stimme abgeben. Welchen Eindruck hinterlässt eine solche Wahlbenachrichtigung bei Minderjährigen, die dank sozialer Medien ohnehin schon immer wenige auf eine korrekte Schreibweise achten? Wie sollen Deutschlehrer Ihren Schülern die Notwendigkeit von Rechtschreibung vermitteln, wenn sogar amtliche Benachrichtigungen in einem fragwürdigen Schreibstil verfaßt werden. Oder dürfen die Schüler in der Schule jetzt auch so schreiben?

Die deutsche Sprache ist ein fester Bestandteil unserer Kultur und Identität. Falsch verstandene Rücksichtnahme gegenüber Minderheiten, darf nicht dazu führen, daß dieses hohe Kulturgut in seiner Vielschichtigkeit zerstört wird, den große Dichter, wie Friedrich Schiller oder Johann Wolfgang von Goethe, hätte unser Volk mit einer „leichten Sprache“ sicherlich nicht hervorgebracht.


Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 18.04.2017

 




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