Muß ein Schüler am Schulausflug in eine Moschee teilnehmen?

 

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt gegen die Eltern eines Schülers, der einem Schulausflug in eine Moschee in Rendsburg fernblieb. Die Schule hatte daraufhin das Ordnungsamt eingeschaltet, welches die Eltern aufforderte, jeweils 150 Euro Bußgeld zu zahlen. Dagegen legten die Eltern Widerspruch ein.

Nach Aussagen der Rektorin der Schule, soll das Bildungsministerium die Schulen im Land sogar dazu ermuntert haben, Moscheen zu besuchen. Das Ganze wird mit toleranter und weltoffener Bildung gerechtfertigt - doch wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein, denn mit Weltoffenheit hat dieser Schulausflug wenig zu tun! Vielmehr wird hier ganz offen der Versuch unternommen unsere Kinder ideologisch zu beeinflussen. Dieser Vorfall ist auch bei uns in Schleswig-Holstein kein Einzelfall.

Vor knapp 2 Jahren wurden Schüler mehrerer Lübecker Schulen dazu genötigt, an einer Demonstration in der Innenstadt teilzunehmen. Die Veranstaltung wurde als Schulveranstaltung deklariert und damit bestand für die Schüler eine Teilnahmepflicht. Nach Auffassung der Schulleitung war es keine politische Veranstaltung, sondern eine Demonstration für allgemeine Grundwerte, wie Toleranz, Freiheit und Respekt. Trotzdem hatte die Veranstaltung einen multikulturellen Hintergrund und es wurde sich deutlich gegen Pegida und Patriotismus positioniert.

Vor gut einem Jahr, im Oktober 2015 fand an einer Lübecker Schule eine Projektwoche zum Thema Flüchtlinge statt. Auf dem Programm stand auch der Besuch einer Flüchtlingsunterkunft. Dort sollten Betten bezogen und in der Küche geholfen werden. Viele Eltern reagierten darauf mit Unverständnis. Trotzdem hielten die Lehrer an diesem Vorhaben fest. Ob es, auch hier, wie in Rendsburg, Ordnungsmaßnahmen gab, ist nicht bekannt.

Zumindest scheinen die Eltern in Rendsburg standhaft zu bleiben und haben sich bereits einen Anwalt genommen, der eine umfangreiche Verteidigungsschrift verfaßte, in der er unter anderem ausführte, daß die Eltern und das Kind keiner Glaubensgemeinschaft angehören und man niemanden gegen seinen freien Willen zum Betreten eines Sakralbaus zwingen kann.

Warum wird von uns Deutschen immer Toleranz und Weltoffenheit erwartet, während fremde Glaubensrichtungen in unserem Land in Parallelgesellschaften leben können und oftmals deutsche und europäische Werte mit Füßen treten. Was würde wohl im umgekehrten Fall passieren? Man stelle sich einmal vor ein Moslem würde seinem Kind den Besuch einer Kirche untersagen. Gäbe es da auch sofort Sanktionen der Schulleitung? Vermutlich nicht, denn wenn ein Schulleiter es wagen würde, gegen fremde Minderheiten so vorzugehen, würde er vermutlich sofort als rechtsextremistisch oder ausländerfeindlich diffamiert und müßte dienstrechtliche Konsequenzen fürchten.

 


Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 15.11.2016

 




zurück


DS-TV


 

 


Neue Schleswig-Holstein-Stimme erschienen!

Die aktuelle Ausgabe unserer Schleswig-Holstein-Stimme kann jetzt auch als PDF auf unserer Weltnetzseite gelesen werden. Haben sie Interesse unsere Zeitschrift regelmäßig zu erhalten, dann melden Sie sich bei uns, denn gegen einen geringen Unkosten­beitrag schicken wir Ihnen die SH-Stimme regelmäßig zu. Die aktuelle Ausgabe können Sie hier lesen: