Landesparteitag in Schleswig-Holstein

 

Am 11. September führte der NPD-Landesverband Schleswig-Holstein seinen Landesparteitag durch, auf dem die Partei nicht nur einen neuen Landesvorstand wählte, sondern auch Kandidaten für die Bundestagswahl aufstellte.

Aus allen Kreisverbänden fanden sich Mitglieder zusammen, um die Weichen für die Zukunft der NPD im hohen Norden zu stellen. Dabei kam natürlich auch das bedauerliche Wahlergebnis eine Woche zuvor in Mecklenburg-Vorpommern zur Sprache. Nach der Begrüßung durch den Landesvorsitzenden Ingo Stawitz verdeutlichte der stellv. Landesvorsitzende Jörn Lemke in einem kurzen Redebeitrag die grundlegenden Unterschiede zwischen der AfD und den Nationaldemokraten und kam dabei zu dem Ergebnis, daß die AfD für Nationalisten keine Alternative sein kann. Obwohl einige Programmpunkte von der NPD abgeschrieben wurden, gehen die Forderungen der AfD nicht in die notwendige Tiefe und bekämpfen die Probleme nicht an den Wurzeln. Leider hatten die Wähler in Mecklenburg-Vorpommern dies noch nicht erkannt und so wurde die AfD zur zweitstärksten Partei gewählt und die NPD erhielt lediglich 3% der Wählerstimmen und war damit nicht mehr im Landtag vertreten, wo sie 10 Jahre lang hervorragende Oppositionsarbeit geleistet hat.

Anschließend hielt der NPD-Ratsherr aus Neumünster, Mark Proch, eine Rede zur politischen Lage in der Bundesrepublik und spannte dabei den Bogen zu seiner eigenen kommunalpolitischen Arbeit im Rat der Stadt Neumünster. Dabei hob er hervor, daß neben dem Problem der Masseneinwanderung auch der soziale Aspekt nicht vernachlässigt werden darf.

Nach diesen politischen Vorträgen folgte die Aufstellung der Landesliste für die Bundestagswahl im Herbst 2017. Zum Spitzenkandidaten wurde Mark Proch gewählt. Ihm folgen auf Listenplatz 2 der Landesvorsitzende Ingo Stawitz und auf Listenplatz 3 Jörn Lemke. Auf den Listenplätzen 4 und 5 komplettieren Rudolf Rosenthal und Wolfgang Schimmel die Landesliste. Trotz direkter Konkurrenz der AfD, betrachten es die Nationaldemokraten als zwingend notwendig, dem Wähler eine wirkliche Alternative auf dem Stimmzettel anbieten zu können, auch wenn sich schon jetzt abzeichnet, daß vermutlich vorerst keine Wahlerfolge zu erzielen sein werden.

Nach einer kurzen Pause, die von den Teilnehmern zum Gedankenaustausch rege genutzt wurde, ging es an die Wahl eines neuen Landesvorstandes. In seinem Rechenschaftsbericht ging der Landesvorsitzende Ingo Stawitz auf die Aktivitäten jedes einzelnen Landesvorstandsmitgliedes ein und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. Er hob die wichtigsten Aktivitäten der vergangene zwei Jahre noch einmal hervor. Dazu zählte, neben mehreren Landesflugblättern, die in allen Regionen an Brennpunkten verteilt wurden, auch die Bürgermeisterwahl in Neumünster, bei der Mark Proch 2,6% der Wählerstimmen erhielt.

Nachdem auch der Landesschatzmeister und die Kassenprüfer ihre Rechenschaftsberichte hielten, wurde der alte Landesvorstand mehrheitlich entlastet. Nun mußte ein neuer Vorstand gewählt werden, der die Geschicke der Partei in den kommenden zwei Jahren lenkt. Als Landesvorsitzender erhielt Ingo Stawitz erneut das Vertrauen der anwesenden Mitglieder. Ihm zur Seite stehen mit Mark Proch und Jörn Lemke zwei Stellvertreter. Als Schatzmeister wurde Wolfgang Schimmel erneut in seinem Amt bestätigt. Komplettiert wird der Vorstand durch 4 Beisitzer.

In den kommenden beiden Jahren steht für den neugewählten Vorstand nicht nur die Stärkung der Strukturen im Mittelpunkt, sondern auch die Bundestagswahl für die, bevor der eigentliche Wahlkampf beginnen kann, in den kommenden Monaten 2.000 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden müssen - keine leichte Aufgabe! Abschließend bedankte sich Stawitz in einem Schlußwort bei den anwesenden Mitgliedern und beendete den Landesparteitag.

 


Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den 15.09.2016

 




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