Geheime Atom-Transporte durch Schleswig-Holstein

 

Unglaublich: Kaum sind die Schreckensmeldungen aus Fukushima verklungen, erdreisten sich bundesdeutsche Politiker, radioaktive Brennelemente in Sattelzügen durch Norddeutschland zu kutschieren. Insgesamt sieben LKWs rollten diesen Monat ohne Polizeieskorte über die Straßen bis ins Atomkraftwerk Brokdorf, in dem zur Zeit ein Teil der Brennstäbe ausgetauscht wird. Sogar die Fährverbindung der „Vogelfluglinie“ vom dänischen Roedby nach Puttgarden wurde unbemerkt für Atomtransporte genutzt. Nach Angaben des zuständigen Ministeriums kein Einzelfall. Bereits in den vergangenen Jahren rollten solche Sattelzüge fast unbemerkt und ohne Proteste durchs Land. Im Jahr 2010 waren sieben solcher Atomtransporte in Schleswig-Holstein unterwegs. 2009 waren es acht, 2008 sogar 14 und im Jahr 2007, als die Meiler Krümmel und Brunsbüttel noch am Netz waren, rollten 18 Transporte in geheimer Mission durchs Land. Ein Skandal! Man versteckt sich hinter einer formaljuristischen Gefahrengutverordnung und vernachläßigt dabei das gestiegene Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung. Besonders in Ostholstein und auf der Insel Fehmarn dürften solche Aktivitäten negative Auswirkungen auf den Tourismus haben. Wer möchte schon in einer Region Urlaub machen, in der geheime Atomtransporte rollen?!

 

Hat man hier bewußt mit der Sicherheit der Anwohner und Urlauber gespielt, um Proteste wie in Gorleben zu vermeiden? Solche Transporte dürfen nicht heimlich stattfinden, sondern müssen zumindest von der Polizei begleitet werden, wie es bei anderen Gefahrenguttransporten üblich ist!

 

Die NPD fordert eine sofortige Aufklärung dieser Vorkommnisse! Die Bevölkerung darf nicht weiterhin mit Halbwahrheiten zum Narren gehalten werden, während sich die Atomlobby ins Fäustchen lacht. Nach wie vor werden Forschungsgelder statt in die Entwicklung und Weiterentwicklung alternativer Energien in die Atomforschung gesteckt, Fördergelder für den Anlagenbau und ihre Nutzung im Sonnen- und Windenergiesektor werden Stück für Stück weiter zusammengekürzt und vielversprechende Weiter- und Neuentwicklungen werden dank des Einflusses der Atomlobby blockiert.

 

Die Atomenergie hätte schon vor Jahren restlos ersetzt werden können, hätte man entsprechend politisch gehandelt und Forschungsgelder statt in die Atomenergie in alternative Energiequellen und -speichermöglichkeiten gesteckt! Atomenergie darf heute nur noch ein kurzfristiges Übergangs- und Auslaufmodell sein – bis nach einer entsprechenden produktiven Umleitung der Forschungs- und Fördergelder zugunsten alternativer Energiegewinnung die Atomkraft vollständig ersetzen kann.

 

 

Jörn Lemke

NPD-Landespressesprecher  

presse@npd-sh.de

Lübeck den 21.06.2011

 

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