Wie auf dem türkischen Basar! HSH-Nordbank Chef Nonnenmacher feilscht um seine Abfindung

Die Tage des HSH-Nordbank Chefs Nonnenmacher sind gezählt. Nach langem hin und her entscheidet der Aufsichtsrat am 15. Dezember über eine Abberufung des Bankmanagers. Dabei scheint sicher, daß Nonnemacher seinen Hut nehmen muß. Lediglich über die Höhe seiner Abfindung ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Nonnenmacher fordert die unglaubliche Summe von 4,8 Millionen Euro, während die Bank ihm „lediglich“ 2 Millionen zahlen möchte!

 

Unglaublich, eine Bank, die dank staatlicher Milliardensummen über Wasser gehalten wird, soll solche Unsummen an Abfindung für einen Bankmanager aufbringen, gegen die sogar wegen möglicher Veruntreuung ermittelt wird?

 

In den vergangenen Tagen brachten jedoch nicht nur geldgierige Bankmanager, sondern auch Korruptionsverdächtigungen, die ehemalige Landesbank mal wieder in die Schlagzeilen. Eine von der Bank beauftragte Sicherheitsfirma soll die türkische Justiz geschmiert haben, um einen Rechtsstreit gegen einen türkischen Reeder zu gewinnen. Laut Aussage des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ soll der Vorstand der HSH-Nordbank angeblich über diese kriminellen Machenschaften informiert gewesen sein. Der ehemalige Chefjustiziar des Geldinstitutes, Wolfgang Gößmann, habe den Vorstand bereits am 16. Juli 2009 in diesem Zusammenhang über eine Zahlung von 3,5 Millionen Euro informiert. Das die Bank vor wenigen Tagen Strafanzeige erstattet hat, stellt vermutlich lediglich den kläglichen Versuch dar, den Kopf in letzter Sekunde doch noch einmal aus der Schlinge zu ziehen.

 

Seit der Finanzkrise im Jahr 2008 kommt die marode HSH-Nordbank nicht mehr aus den Schlagzeilen heraus. Milliardenverluste bei hochriskanten Wertpapiergeschäften, Hausdurchsuchung beim Vorstandvorsitzenden Nonnenmacher wegen des Verdachts der Veruntreuung, trotz staatlicher Milliardenhilfe freiwillige Millionenzahlungen an einige Großanleger, Werbung für Steuerschlupflöcher, Bespitzelungsvorwürfe gegen ehemalige Vorstandmitglieder. Diese Beispiele sind nur eine kurze, unvollständige Aufzählung aus einer langen Reihe von Skandalen, die dem Ansehen der einstigen Landesbank in den vergangenen Jahren erheblich geschadet haben.

 

Doch verantwortlich sind nicht nur skrupellose Bankmanager, sondern auch unzählige Landespolitiker und Gewerkschaftsfunktionäre, die im Aufsichtsrat gerne die Hand aufgehalten haben, ohne ihrer eigentlichen Verpflichtung aus dieser lukrativen „Nebenbeschäftigung“ nachzukommen. Die Wut der Wähler und Steuerzahler ist in diesem Zusammenhang allzu verständlich. Nur wenn die verantwortlichen Manager und Politiker auch persönlich für ihr Handeln haftbar gemacht werden können, wird man diesen Sumpf aus Geldgier, Intrigen und Korruption trockenlegen können.

 

Jörn Lemke

NPD-Landespressesprecher  

presse@npd-sh.de

Lübeck den 07.12.2010

 

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