Das Schulsystem – eine unendliche Geschichte!
Im Jahr 2007 trat die von der schwarz-roten Koalition initiierte Schulreform in Kraft und ließ sofort heilloses Chaos im ganzen Land herrschen. Drei Jahre und eine Landtagswahl später hat sich daran noch nichts geändert, chaotisch geht es immer noch zu – und niemand will sich mit der unglücklichen Situation so recht zufriedengeben. Das ist natürlich mehr als verständlich, wir von der NPD pochen auch auf ein vernünftiges Schulsystem, fordern die bundesweite Durchsetzung des erfolgreichen dreigliedrigen Schulsystems, begegnen jedoch immer wieder ähnlichem theoretischen Gerede und Gutgeheiße des aktuellen Chaos-Systems.

FDP-Bildungsminister Klug hat derzeit mit dem größten Gegenwind zu kämpfen, bekommt er doch von allen Seiten sein Fett weg. Erstaunlich ist dabei, daß gerade die kürzlich noch munter mitregierenden Sozialdemokraten dabei mächtig mitmischen. Sie selbst haben das Unheil mit auf den Weg gebracht, kritisieren nun aber alle Schritt Klugs, der – offenbar völlig überfordert mit seinem Ministeramt – die gröbsten Fehler der Schulreform durch weitere Reformen einzudämmen versucht. Daß es nicht der richtige Weg ist, an einem neuen, aber schon völlig verkorksten System herumzudoktern, scheint auch Herr Klug gemerkt zu haben, kann nun aber nicht mehr so recht zurück. Wie ein Arzt, der einem beinamputierten Patienten den Fuß wieder anzusetzen versucht, müht sich Herr Klug redlich, seine Re-Reformen durchzusetzen.
Nun sammelt man seitens rebellierender Eltern mit Unterstützung aus der Ex-Landesregierung und jetzigen Opposition fleißig Unterschriften, um ein Ende der Schulgesetzänderung zu erreichen. Herr Klug ist dabei als Hauptgegner auserkoren, den man „zur Besinnung“ bringen will. Natürlich ist die Forderung „Schulfrieden statt Schulchaos“ auch in unserem Sinne, allerdings wird der Schulfrieden über das derzeitige System sicherlich nicht erreicht werden!

Angesichts der Tatsache, daß es schon bald zu Neuwahlen kommen muß und es sich bei der jetzigen Regierung mehr oder weniger um eine Übergangsregierung bzw. ein Auslaufmodell handelt, sind weitere Reformen derzeit natürlich sehr fragwürdig, allerdings sind die Vorstellungen Klugs, den Schulen etwas mehr Freiraum in dieser schwierigen Zeit zu ermöglichen, eigentlich nicht verkehrt. Nur die Herangehensweise ist einmal mehr äußerst unglücklich, schließlich sollte nicht von großen Reformen bzw. Schulgesetzänderungen die Rede sein. Dies verwirrt alle Beteiligten und sorgt nur für Unruhe und Mißmut! Während Klug von einer „maßvollen Schulgesetzänderung“ spricht, „um die größten Geburtsfehler des Schulgesetzes von 2007, unter denen Schüler und Lehrer gleichermaßen leiden, zu beheben“, heißt es auf der Gegenseite, die 2007er Reform werde verwässert und die klaren Profile der Schularten würden durch „die Beliebigkeiten der Möglichkeiten“ ersetzt. Klug spricht davon, daß die SPD und ihre Unterstützer auf diese Weise „20 Jahre verfehlte sozialdemokratische Schulpolitik zementieren“ wollen.

Im Grunde sind alle unzufrieden, niemand möchte aber seine Fehler zugeben, niemand hat zudem wirklich ein Patentrezept für die Lösung der vielen Probleme. Außer uns! Wir sind auch unzufrieden, doch wir bieten die Lösung an! Wir fordern die Rückkehr zum dreigliedrigen Schulsystem – und das auf Bundesebene! Dieses föderalistische Gemurkse muß ein Ende haben! Diejenigen, die wirklich praktische wie theoretische Ahnung von der Thematik haben, müssen das altbewährte und stets erfolgreiche Schulsystem ein wenig auffrischen und die Bildung bundesweit wieder in den Vordergrund stellen! Die derzeitige Diskussion in Schleswig-Holstein bringt langfristig niemanden weiter und sorgt nur für eine Dauer-Unruhe, die völlig unnötig ist!

Josephine G.
26.10.2010

Quelle: Kreisverband Nordfriesland
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