Unglaublich! Landgericht Hamburg spricht HSH-Vorstand frei!

 

 

Das Landgericht Hamburg hat den ehemaligen Vorstand der HSH Nordbank um Dirk Jens Nonnenmacher freigesprochen! Ein Urteil, das auf Unverständnis stößt. Es ist schon bezeichnend für einen Rechtsstaat, wenn der Vorstand einer Bank Entscheidungen trifft, die von der Staatsanwaltschaft und vielen Experten als Bilanzfälschung und Veruntreuung eingestuft werden und von dem verhandelnden Gericht als „verfehlt“ bewertet werden, ohne dafür strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen zu werden.

 

Im Bericht zum ersten Quartal 2008 hat die HSH einen Gewinn von 81 Millionen Euro ausgewiesen. Stattdessen waren es, das hält auch das Gericht für erwiesen, 31 Millionen Euro Verlust. Der damalige Vorstandschef stellte sich in diesem Zusammenhang sogar dreist vor die Öffentlichkeit und berichtet, daß die Bank „bisher relativ gut durch die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten gekommen“ sei. Eine glatte Irreführung! Bilanzfälschung ist strafbar und kann laut Aktiengesetz mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet werden.

 

Hohe Verluste, mussten von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein durch Hilfen in Form von Garantien und Kapitalspritzen in Höhe von ca. 13 Milliarden Euro ausgeglichen werden. Die hochspekulativen so genannten „Omega-Geschäfte“ haben einen hohen dreistelligen Millionen-Verlust verursacht. Hier hat der Vorstand um Dirk Jens Nonnenmacher, Gelder verzockt, die eigentlich für die wirklichen operativen Aufgaben der Bank dringend benötigt wurden. Es war ja nicht das eigene Geld, was hier aufs Spiel gesetzt wurde, und wenn es für eine solche Veruntreuung noch nicht einmal eine Verurteilung gibt, werden skrupellose Bankvorstände auch weiterhin mit dem Geld anderer Leute spielen können. Und sollte die Bank später wirtschaftliche Probleme bekommen, hilft der Steuerzahler!

 

Doch verantwortlich sind nicht nur skrupellose Bankmanager, sondern auch unzählige Landespolitiker und Gewerkschaftsfunktionäre, die im Aufsichtsrat in der Vergangenheit gerne die Hand aufgehalten haben, ohne ihrer eigentlichen Verpflichtung aus dieser lukrativen „Nebenbeschäftigung“ nachzukommen. Teilweise fehlten solchen Personen sowohl die fachlichen Kompetenzen wie auch die erforderliche Zeit, um überhaupt die Dinge zu verstehen.

 

Nur wenn die verantwortlichen Manager und Politiker persönlich für ihr Handeln haftbar gemacht werden und Gerichte, anders als das Landgericht Hamburg, auch juristisch ein Zeichen setzen, wird man diesen Sumpf aus Geldgier, Intrigen und Korruption trockenlegen können. Man kann nur hoffen, daß die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen das Urteil Revision einlegt, damit der BGH die Sache berichtigt.

 

 

 

Jörn Lemke

Stellv. NPD-Landesvorsitzender

Lübeck, den  13.07.2014

 




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