Peter-Harry und die Axt im Walde …
Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm … Na ja, ganz so still und stumm wird es nicht gewesen sein, denn die Person, die versuchte, beim Noch-Ministerpräsidenten Peter-Harry Carstensen ins Haus zu gelangen, war derart lautstark unterwegs gewesen, daß der Hausbesitzer geweckt wurde und Alarm schlagen konnte.

Medienberichten zufolge hat ein mit einer Axt bewaffneter Mann versucht, das Einfahrtstor von Carstensens Grundstück gewaltsam zu öffnen, um sich dem abgelegen Haus in einem Wald bei Schierensee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) zu nähern. Außer kleineren Sachbeschädigungen ist nichts weiter passiert, zudem konnte der Täter flüchten. Bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen zeigt man sich offenbar zufrieden, schließlich ist keine Person zu Schaden gekommen. Und Carstensens teure neue Terrasse hat den Vorfall ja auch unbeschadet überstanden. Nun, Herr Carstensen, schon Hänsel und Gretel wußten, daß es im dunklen Wald nicht ungefährlich ist …

Vielleicht kann Herr Carstensen sich nun auch einmal in die Lage nationaler Aktivisten versetzen, die – obwohl sie bei weitem weniger bekannt sind als der Landeschef – häufiger mit Übergriffen dieser Art rechnen müssen. Allerdings kommt dann nicht schon nach wenigen Minuten der alarmierte Sicherheitsdienst bzw. die Polizei. Natürlich fragt man sich nun, wer hinter dem Angriff stecken könnte. Wer ist der Unbekannte mit der Axt? War es wie immer der Gärtner??
Wäre dies ein Angriff auf einen Nationalisten gewesen, so hätten Gutmenschen sofort behauptet, die eigenen Reihen wären dafür verantwortlich, bloß um Aufmerksamkeit zu erhaschen. (Derartig unsinnige Gerüchte kursierten damals nach dem brutalen Angriff auf unseren Infostand in Kappeln!)
Aber will die CDU hier etwa Märtyrer schaffen? Nein, eher nicht. Vermutlich wird man schon bald einen als ‚geisteskrank’ eingestuften Menschen präsentieren, der für den Vorfall verantwortlich gemacht wird. Auf jeden Fall wird das Thema noch einige Tage auf verschiedene Weise aufgearbeitet, damit die CDU endlich mal wieder etwas Medienpräsenz in Schleswig-Holstein erhält. Schließlich verläßt die SPD um Stegner und Konsorten derzeit ja kaum einmal die Klatschspalten!

Vielleicht ist dieser Angriff aber auch das nächste Glied in einer Kette von Vorfällen, die sich derzeit abspielen und den Volkszorn widerspiegeln. Nicht lange ist es her, daß Joost de Jager auf unsanfte Weise die Unzufriedenheit der Schleswig-Holsteiner zu spüren bekommen hat, zudem war da neulich erst die Eier-Attacke auf Peter-H. Carstensen. Und auch bundesweit verschaffen die Bürger sich Luft für ihre Wut auf die politischen Versager der BRD, bestes Beispiel ist derzeit ‚Stuttgart 21’. Ein Volk steht auf! Und wer des Volkes Zorn auf sich zieht, kann auch in seinem Pfefferkuchenhaus im Wald nicht mehr sicher sein.

Carstensen selbst spricht in dem Zusammenhang von einem „kleinen Vorfall“. Er scheint sich mächtig sicher zu fühlen, denn der einfache Bürger würde einen Axtangriff auf das eigene Heim wohl kaum als „kleinen Vorfall“ abtun. Da bekommt man ja fast die Vermutung, daß hier alles ein wenig übertrieben wurde und die CDU möglicherweise doch bloß die Medienpräsenz sucht und den scheidenden Ministerpräsidenten zum Märtyrer machen will … Aber nachdem Peter-Harry und Co. Schleswig-Holstein runtergewirtschaftet haben, ist es eigentlich kein Wunder, daß er immer öfter zur Zielscheibe wird. Er weiß schon, warum er nicht mehr antritt. Es ist ganz offensichtlich, daß er mit seinem Anglerlatein am Ende ist, aber vielleicht besitzt er zumindest noch genug Anstand, um seine Fehler zuzugeben.

Es ist ja noch etwas Zeit bis zu den Neuwahlen und wir wünschen ihm, daß er diese unbeschadet übersteht. Wünschenswerter wäre aber natürlich, wenn er sich vorher aus dem Staub machte …

Arne Kaehne und Josephine G.
08.10.2010

Quelle: Kreisverband Nordfriesland
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