„Qualitätsarbeit“ im Schlachthof Bad Bramstedt

 

 

Am Dienstag den 25.02.2014 wurde eine Großrazzia im Bad Bramstedter Schlachthof, der dem niederländischen Fleischkonzern Vion gehört, durchgeführt. Meldungen über unhygienische Zustände hatten dazu geführt. Was die Ermittler vor Ort vorfanden bestätigte die schlimmsten Befürchtungen; Tierkörperteile lagen auf den Böden und die Anlagen und Räumlichkeiten befanden sich in einem hygienisch bedenklichen Zustand. Beweismaterial wurde beschlagnahmt und die Zustände in den Anlagen wurden dokumentiert.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch wegen Tierquälerei. Wie sich herausstellte, funktionierten die Bolzenschussgeräte nicht richtig und deshalb waren die Rinder vor dem zerlegen nicht immer tot.

 

- Interessant ist, dass die Razzia ohne Beteiligung der Kreisveterinärbehörde erfolgte und warum solche Missstände von der örtlich zuständigen Instanz nicht wahrgenommen wurden.

 - Interessant ist auch der Umstand, dass in dem Betrieb viele ausländische „Facharbeiter“ aus Rumänien beschäftigt waren. Die Aussagen einiger dieser „Facharbeiter“ lassen den Verdacht zu, dass im Betrieb Schwarzarbeiter und Scheinselbständige beschäftigt wurden. Deshalb war auch der Zoll bei der Razzia zugegen. Hier wird noch einiges aufzuarbeiten sein.

 

Die ganze Sache ist mehr als nur unappetitlich und zeigt deutlich wohin es führt, wenn Betriebe sich ihre „Fachkräfte“ aus Ländern und Gebieten holen können, die nicht gerade für gute Qualität und Sauberkeit berühmt sind und wenn diese Arbeiter oftmals zu Sklavenkonditionen (10 und 12 Std. Schichten zu Mindestlöhnen) beschäftigt werden. Alles das ist dann der Preis, für eine Globalisierung mit ihren durchlässigen Grenzen die letztendlich nur den Konzernen und dem Profit weniger nutzt. Deshalb fordert die NPD regionale Wirtschaftsstrukturen wo immer diese ökonomisch und ökologisch sinnvoll sind.

 


 

 

 

 

Ingo Stawitz

Landesvorsitzender

Lübeck, den  27.02.2014

 




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