Deutsche Vertriebene sind keine Wirtschaftsflüchtlinge!

 

 

Vergangene Woche fand der jährliche Neujahrsempfang der Landesregierung statt, auf dem der Ministerpräsident, ganz volksnah mit Currywurst und Labskaus, 225 geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßte. Nicht nur die Nachbarländer Dänemark oder Norwegen hatten Abgesandte geschickt, was vielleicht noch nachvollziehbar gewesen wäre, sondern auch die USA, Ägypten, Tadschikistan, Korea, Neuseeland oder das ozeanische Tuvalu. Ganz weltmännisch konnte der ansonsten eher unbedeutende Ministerpräsident eines kleinen Bundeslandes lange Reden schwingen und dabei vermutlich von der großen Politik träumen. Die Kosten für solche Selbstdarstellungen trägt natürlich der Steuerzahler.

 

In seiner Ansprache ließ Albig keine Gelegenheit aus, um über den Segen der Zuwanderung zu faseln. Albigs Botschaft: „Wir öffnen dazu Türen, rollen den Teppich und reichen die Hand denen, die Schleswig-Holstein stärken wollen.“ Nach dem Krieg sei es, laut Albig, dem Land gelungen, über eine Millionen Flüchtlinge zu integrieren. „Wir wissen, was es heißt, Zuwanderungsgesellschaft zu sein“, so Albig. Wie kann sich ein Ministerpräsident erdreisten, die gewaltsame und blutige Vertreibung von Deutschen aus den Ostgebieten nach 1945 mit der heutigen Zuwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen und Asylbetrügern gleichzusetzen? Die über 14 Millionen Ostdeutschen, die nach 1945 durch die Russen, Tschechen und Polen ihrer Heimat beraubt wurden, kamen nicht freiwillig, sondern worden vertrieben. (Ein Verbrechen bzw. ein Genozid gegen das Völkerrecht und gegen die Menschenrechte) Über 3 Millionen, meist Frauen und Kinder kamen bei dieser Vertreibung/Flucht ums Leben und unzählige deutsche Frauen wurden durch Soldaten der Roten Armee vergewaltigt. Die Vertreibung aus den Ostgebieten war ein Kriegsverbrechen und muß auch deutlich so benannt werden.

 

Ist es mangelndes Geschichtswissen, daß Albig zu solchen unglaublichen Vergleichen treibt oder eine unverantwortliche, gemeine Verdrehung der historischen Tatsachen im Sinne der Siegermächte? Die Vertriebenen mussten nicht „integriert“ werden, wie es Albig in seiner Rede ausführte, da sie immer deutsche waren und immer in Deutschland lebten. In diesem Zusammenhang von Integration zu sprechen entbehrt jeder Logik, denn die Probleme, die sich derzeit durch integrationsunwillige und kulturfremde Personen ergeben, treffen auf deutsche Vertriebene in keiner Weise zu. Es wäre nötig, daß Albig sich mit seinem Amtseid näher beschäftigt.

 

 

 

Jörn Lemke

stellv. Landesvorsitzender

Lübeck, den  15.01.2014

 




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