Kein Interesse am Ministerpräsidenten?

 

Seinen Besuch in Lübeck dürfte sich Ministerpräsident Torsten Albig vermutlich anders vorgestellt haben. Auch wenn es keine direkte Parteiveranstaltung war, so wollte der SPD-Politiker Albig sicherlich den Parteigenossen durch seinen Auftritt den Rücken im Bundestagswahlkampf stärken. Doch es sollte anders kommen. Nur wenige Stühle waren besetzt, als das so genannte „Bürgergespräch“ mit dem Ministerpräsidenten begann. Wenn man die Vertreter der Presse und die Mitarbeiter der Staatskanzlei abzieht, waren gerade einmal zehn (!) Lübecker Bürger der Einladung gefolgt. Dabei hatte Albig für den Termin in der Hansestadt extra auf die Teilnahme an einer landesweiten Diskussionsrunde zur Rader Hochbrücke verzichtet.

 

Vielleicht hätte man an diesem Abend lieber darüber diskutieren sollen, warum so wenige Lübecker Interesse an einer Diskussion mit dem Ministerpräsidenten zeigen. „210.000 Einwohner hätten die Chance gehabt, mit Torsten Albig zu reden“, eröffnete Moderator Norbert Radzanowski das Bürgergespräch. Danach ging er schnell zum üblichen politischen Standardprogramm über. Und da Wahlen vor der Tür stehen, hatte Albig auch finanzielle Zusagen im Gepäck. Zehn Millionen gibt es für alle Kommunen im Land zusätzlich für den Krippenausbau. 17 Millionen erhalten die Kommunen zusätzlich aus den Zensus-Millionen, eine davon geht nach Lübeck.

 

Die klägliche Veranstaltung in Lübeck verdeutlicht einmal mehr, daß auch die herrschenden Landespolitiker jeglichen Rückhalt im Volk verloren haben. Viele Bürger sind frustriert und haben kein Interesse an einer Diskussion mit Politikern, die ohnehin oft nur leere Worthülsen von sich geben und die Anregungen und Wünsche der Bürger nicht ernst nehmen. Zu oft wurde in der Vergangenheit über die Köpfe der Wähler hinweg entschieden. Darin dürfte auch der Grund liegen, warum die Wahlbeteiligung bei der vergangenen Landtagswahl auf einen historischen Tiefpunkt von gerade einmal 60,2 Prozent gesunken ist.

 

Doch Wahlverweigerung ist eine Kapitulation vor den miesen BRD-Verhältnissen. Die Herrschenden regieren auch weiterhin über die Köpfe des Volkes hinweg, selbst wenn sie nur noch von einer Minderheit durch Wahlen dazu legitimiert werden. Jeder Deutsche sollte also am 22. September unbedingt wählen gehen und seine Stimme der einzigen wirklichen Opposition geben: der NPD.

 

 

 

Jörn Lemke

NPD-Landespressesprecher Schleswig-Holstein

Lübeck, den  21.08.2013

 




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