Was nun Peter-Harry? - Stolpert die Landesregierung über das Sparpaket? -
Als die große Koalition im vergangenen Sommer frühzeitig zerbrach, setzten viele Bürger Hoffnungen in eine neue Regierung unter der Führung von Peter-Harry Carstensen. Noch nicht einmal ein Jahr später steht auch diese neue schwarz-gelbe Landesregierung mit dem Rücken an der Wand. Das geplante Sparpaket sorgt für Unruhe in der Landeshauptstadt. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht Protestveranstaltung vor dem Landtag stattfinden.

Die Schließung der Uni in Lübeck drohte für den Ministerpräsidenten zum Stolperstein zu werden. Massive Proteste und über 130.000 Unterschriften für den Erhalt der Uni dokumentierten den Willen der Bevölkerung. Peter-Harry Carstensen musste den Hals aus der Schlinge ziehen, ohne dabei selber Schaden zu nehmen. Da kam die Hilfe aus Berlin gerade recht. Da Bildung Ländersache ist und die Bundesregierung der Lübecker Uni nicht direkt mit Geldern unter die Arme greifen darf, mußte ein Trick angewandt werden. Das weltweit renommierte Geomar-Institut für Meereswissenschaften an der Uni Kiel soll von einem Leibniz-Institut in ein Helmholtz-Institut übergeführt werden. Der Vorteil: Für eine Helmholtz-Forschungseinrichtungen kommt zu 90 Prozent der Bund auf. Das Land muss nur ein Zehntel beisteuern. Das so beim Land gesparte Geld soll die Uni Lübeck retten. Eine Milchmädchenrechnung, denn es wird lediglich Steuergeld von der Bundeskasse in die Landeskasse verschoben und dabei kein einziger Cent gespart!

Die Bundesregierung unter der Führung von Angela Merkel wird gute Gründe gehabt haben, der Lübecker Uni indirekt unter die Arme zu greifen. Eine Schließung der Lübecker Uni gegen den Willen des Volkes, wäre der Todesstoß für die derzeitig schwarz/gelbe Landesregierung und damit auch eine Schwächung der CDU-geführten Bundesregierung, denn die hauchdünne Mehrheit im Bundesrat würde zerbröckeln. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt…

Durch das beschlossene Sparpaket ist der zukünftige Weg von Peter Harry sehr holprig geworden und wir sind gespannt über welchen Stein „unser“ Ministerpräsident als nächstes stolpert. Ob ihm dann auch wieder tatkräftig aus Berlin unter die Arme gegriffen wird?
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